Der Tafel-Gedanke

 

Nicht alle Menschen haben ihr täglich Brot – und dennoch gibt es Lebensmittel im Überfluss. Die Tafeln bemühen sich um einen Ausgleich -mit ehrenamtlichen Helfern- für die Bedürftigen ihrer Stadt. Das Ziel der Tafeln ist es, dass alle qualitativ einwandfreien Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, an Bedürftige verteilt werden. Die Tafeln helfen so diesen Menschen eine schwierige Zeit zu überbrücken und geben ihnen dadurch Motivation für die Zukunft.

 

Die Esenser Tafel

Anfang Januar 2004 wurde die Tafel in Esens von engagierten Bürgern der Samtgemeinde Esens ins Leben gerufen. Allen voran Ilse Mundt und die heutige 1.Vorsitzende Birgitt Hedlefs. Während Ilse Mundt mit ihrem inzwischen verstorbenen Ehemann Pastor Harald Mundt seinerzeit dafür sorgte, dass sich zum Start auch genügend Helfer und Helferinnen einfanden, bemühte sich Birgitt Hedlefs bei der Gemeindeverwaltung um entsprechende Räumlichkeiten. Die damals zur Verfügung gestellten Räume im Haus der Begegnung sind auch heute noch zentraler Anlaufpunkt für die Aufbereitung und Verteilung der Lebensmittel. Was anfänglich als Sektion der Wilhelmshavener Tafel begann, entwickelte sich schnell zu einer festen Gruppe, die im März 2007 -mit Unterstützung des Bundesverbandes der Tafeln und dem ehemaligen Vorsitzenden der Wilhelmshavener Tafel Herrn Prees- den eigenständigen Verein „Esenser Tafel e.V.“ gründete. Im weiteren Verlauf bildete sich eine Sektion in Dornum, um von dort aus auch die Holtriemer Bedürftigen mit dem Nötigsten zu versorgen. Im Dezember 2008 hat sich die Dornumer Sektion nun ebenfalls selbstständig gemacht und sich von der Esenser Tafel abgekoppelt. Seit Januar 2009 führt sie nun ihre wertvolle Arbeit unter der Bezeichnung "Gruppe Leib und Seele Dornum-Holtriem der Kirchengemeinde St.Bartholomäus zu Dornum" unter dem Dach der Dornumer Kirchengemeinde fort.

 

Das Tafel-Konzept

Das Tafel-Konzept lautet „Jeder gibt, was er kann“. Nach diesem Leitspruch engagieren sich örtliche Bäckereien und Wochenmärkte, Supermarktketten, Kfz-Mechaniker, Grafiker, Automobilhersteller, Beratungsunternehmen und viele andere. Viele Helfer spenden ihre Freizeit für die Idee. Ein paar Stunden am Tag, in der Woche oder im Monat, so wie es die persönlichen Möglichkeiten zulassen. Rund 35.000 Menschen engagieren sich als ehrenamtliche Tafel-Helfer mit ihrer Zeit und Kraft. Die gesammelten Lebensmittel werden weitergereicht an bedürftige Personen: Direkt durch Lebensmittelausgaben oder indirekt, indem Einrichtungen beliefert werden, die Essen an bedürftige Menschen ausgeben. Die Abgabe der Lebensmittel erfolgt kostenlos oder gegen einen symbolischen Betrag.